This is an example of a HTML caption with a link

News


13.01.2012
EBIT von SMA Solar hat sich mehr als halbiert, Umsatz rückläufig


NIESETAL (IT-Times) - Die SMA Solar Technology AG hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 bekannt gegeben. Dabei steigerte das Solarunternehmen seinen Auslandsumsatzanteil deutlich.

Der Umsatz der SMA Solar Technology AG betrug im abgeschlossenen Geschäftsjahr den ersten Zahlen zufolge rund 1,7 Mrd. Euro. (Vorjahr: 1,9 Mrd. Euro) Dabei erhöhte sich der Auslandsanteil von SMA auf etwa 55 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) und erreichte das zuvor prognostizierte Ziel: die Hälfte des Umsatzes wollte SMA Solar so im Ausland erzielen. In diesem Jahr will der Weltmarktführe für Solar-Wechselrichter Auslandsgesellschaften in Südamerika und Afrika gründen. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag bei mehr als 240 Mio. Euro. (Vorjahr: 516,8 Mio. Euro). Damit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben - trotz Einbruch von Ergebnis- und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr - auf Grund der Branchenkrise - das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Insgesamt verbucht das Unternehmen einen Weltmarktanteil von rund 35 Prozent für sich, so die Schätzung des Vorstands.

Für 2012 rechnet der Vorstand der SMA Solar Technology AG (WKN: A0DJ6J) mit einem leichten Wachstum der globalen Nachfrage - gleichzeitig könne man jedoch auch einen leichten Rückgang nicht ausschließen. Die Prognose bleibt damit weiterhin recht vage. Eine gute Entwicklung sehe man in diesem Jahr für die USA, Japan und Indien. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen am 29. März 2012 bekannt geben. (vha/rem)


Quelle

http://www.it-times.de/news/nachricht/datum/2012/01/13/ebit-von-sma-solar-hat-sich-mehr-als-halbiert-umsatz-ruecklaeufig/?tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=1&cHash=80f1554d90

http://www.it-times.de

(13.01.2012 um 11.41 Uhr)



13.01.2012
Weiterer Solarstrom-Ausbau erhöht Strompreise kaum noch


Solarenergie-Anteil am deutschen Strom-Mix steigt bis 2016 um 70 Prozent - Prognos AG: Stromtarife steigen dadurch um knapp zwei Prozent

Berlin, 12. Januar 2012 – Der Anteil der Solarenergie am deutschen Strom-Mix wird nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. in den nächsten vier Jahren um 70 Prozent zulegen, von rund vier Prozent im Jahr 2012 auf etwa sieben Prozent im Jahr 2016. Die Strompreise steigen dadurch nach Angaben der Prognos AG um knapp zwei Prozent. Dies ist das zentrale Ergebnis eines heute gemeinsam mit der Prognos AG in Berlin vorgestellten Kurzgutachtens. „Durch die bereits realisierten Förderkürzungen sind die Kosten für den Ausbau der Photovoltaik unter Kontrolle“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

„Die Energiewende kostet Geld, vor allem in der Anschubphase. Die mit dem weiteren Ausbau der Solarenergie verbundenen Investitionen steigen jedoch kaum noch und zahlen sich aus“, sagte Körnig heute in Berlin. Vielen, die jetzt eine weitere Kürzung der Förderung forderten, sei nicht bewusst, dass der starke Zubau von Solarstromanlagen in den vergangenen drei Jahren bereits zu einer Halbierung der Fördersätze geführt habe. 2012 wird die Solarstromförderung nach dem erst im Sommer 2011 verschärften Fördergesetz EEG um nochmals 27 Prozent gekürzt. Damit sinkt jetzt die Solarförderung doppelt so stark wie im Vorjahr (Förderreduktion 2011: 13 Prozent). Körnig: „Die Kostenbremse des Gesetzgebers bei der Solarförderung funktioniert.“

Die Prognos AG hat auch die möglichen Auswirkungen einer festen Mengenbegrenzung („Deckelung“) auf die Stromtarife untersucht, die derzeit politisch diskutiert wird. Ergebnis: Die Einsparung bis 2016 würde gerade ein Prozent am Verbraucherstromtarif ausmachen. „Dem stehen drastische Verluste bei Arbeitsplätzen, Anlageinvestitionen, Branchenumsatz, Technologievorsprung und Steuereinnahmen gegenüber“, so Frank Peter, Projektleiter Energiewirtschaft bei der Prognos AG.

Die Photovoltaik mit ihren Vorteilen sei für die Energiewende unverzichtbar, so Körnig. „Verbrauchernahe Erzeugung, hohe Akzeptanz beim Bürger, schneller Ausbau und das bei rasant sinkenden Kosten. Die Solarbranche erfüllt ihr Versprechen, die Kosten radikal zu senken. In einem nächsten Schritt werden wir 2013 mit dem Förderniveau großer Windkraftanlagen auf dem Meer gleichziehen“, sagte Körnig. Bis 2020 will die Solarbranche ihren Anteil am deutschen Stromverbrauch auf über zehn Prozent steigern und wettbewerbsfähig werden.


Quelle

http://www.it-times.de/news/pressemitteilung/datum/2012/01/12/weiterer-solarstrom-ausbau-erhoeht-strompreise-kaum-noch/

http://www.it-times.de

(12.01.2012 um 12.34 Uhr)



09.01.2012
Röttgen kündigt Treffen mit Photovoltaik-Vertretern an


Der unerwartet starke Zubau bei Photovoltaik-Anlagen zum Jahresende ist aus Sicht des Bundesumweltministers der Verunsicherung geschuldet, die sich aus den Diskussionen über eine starre Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus ergeben. In der kommenden Woche will sich Röttgen nun mit Vertretern der Solarbranche treffen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat sich zu dem unerwartet hohen Zubau bei Photovoltaik-Anlagen geäußert. Die Bundesnetzagentur hatte am Morgen bekannt gegeben, dass 2011 voraussichtlich 7500 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Dies wären nochmal mehr als im Rekordjahr 2010 mit rund 7400 Megawatt. Allein im Dezember sollen Photovoltaik-Anlagen mit rund drei Gigawatt Leistung ans Netz gegangen sein.

„Die Marktentwicklung im Monat Dezember ist um ein Vielfaches höher, als der durchschnittliche Zubau in den Monaten zuvor“, sagte Röttgen. Als Gründe dafür führt der Minister die Absenkung der Photovoltaik-Vergütungssätze zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent an. Aber auch die Überkapazitäten und der damit verbundene rapide Preisverfall hätten die Marktentwicklung begünstigt. „Beide Gründe waren aber schon in den Monaten Oktober/November absehbar und haben nicht zu einer solchen Reaktion geführt. Entscheidend ist, dass die Diskussion um einen absoluten Deckel bei der Vergütung im Dezember zu erheblicher Verunsicherung und damit zu „Schlusskaufreaktionen“ geführt hat“, so Röttgen weiter. Die Menschen fürchteten, dass die Solarförderung über kurz oder lang ganz eingestellt werden könnte.

Röttgen kündigte für die kommende Woche ein Treffen mit Vertretern der Solarbranche an. Dabei werde es um den außergewöhnlichen Zubau bei der Photovoltaik, die internationale Marktentwicklung sowie die Frage einer weiteren Verstetigung der Degression im EEG gehen. Röttgen betonte, dass für einen Erfolg der Energiewende in Deutschland Berechenbarkeit und Verlässlichkeit die wichtigsten Faktoren seien. „Vorschnelle, hektische Reaktionen und Diskussionen verunsichern“, so Röttgen weiter. Er verwies erneut auf den „atmenden Deckel“, der aus seiner Sicht das geeignete Instrument sei, um auf die Marktentwicklung bei der Photovoltaik zu reagieren. Angesichts des enormen Zubaus im vierten Quartal 2011 ist von einer weiteren Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife um 12 bis 15 Prozent zum 1. Juli auszugehen. Im Januar 2013 stünden dann nochmal eine Absenkung um neun oder zwölf Prozent an. „. Damit wird die Vergütung seit Beginn der Amtszeit der jetzigen Koalition um mehr als 50 Prozent gesunken sein. Diesen Weg der Kosteneffizienz werden wir auch weiter verfolgen“, so Röttgen.

Eine Antwort von Röttgen auf einen Brief der Fraktionsvorsitzenden steht nach Ministeriumsangaben noch aus. Volker Kauder (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Rainer Brüderle (FDP) hattn Umwelt- und Wirtschaftsminister aufgefordert, die „Reduzierung der Einspeisevergütung bei der Photovoltaik entweder durch Begrenzung des Zuwachses oder Senkung des Zielkorridors auf 1.000 Megawatt oder aber durch eine Verschärfung der Degressionsstufen bei den Vergütungssätzen oder eine Kombination aus Zielkorridor- und Degressionsstufenveränderung“ zu prüfen und bis Ende Januar entsprechende Vorschläge vorzulegen.

Zur Deckel-Diskussion in Deutschland äußerte sich auch Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell. „Eine Deckelung würde die Solarwirtschaft genau zu dem Augenblick treffen, in dem sie ihre Kostensenkungsankündigungen wahr macht und Solarstrom immer günstiger wird. Bei einer Deckelung würde die Solarwirtschaft zerstört werden. Damit wären auch die hohen Anfangsinvestitionen für die Katz, die der Ausbau der Solarenergie in Deutschland mit sich gebracht hat. Jetzt, kommt die Zeit, die Ernte einzufahren. Das Dümmste, was man jetzt tun könnte, wäre beim Traktor den Motor abstellen, um Sprit einzusparen“, sagte Fell. Er brachte erneut den Vorschlag ins Spiel, die Solarförderung in mehreren kleinen Schritten im Laufe eines Jahres abzusenken. (Sandra Enkhardt)


Quelle

http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/rttgen-kndigt-treffen-mit-photovoltaik-vertretern-an_100006793/

http://www.photovoltaik.eu

(09.01.2012)



09.01.2012
REDUZIERUNG DER SOLARSTROMFÖRDERUNG UM RUND 30 PROZENT IN 2012


Gesetzliche Kostenbremse greift: Starke Photovoltaik-Nachfrage führt 2012 zu Reduzierung der Solarstromförderung um rund 30 Prozent / Unter Schwarz-Gelb wird Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren annähernd halbiert / Solarstromförderung erreicht Niveau privater Stromtarife, bereits 2013 Förderniveau von Windkraftanlagen auf dem Meer

Berlin, 9. Januar 2012 – Die starke Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im vergangenen Jahr sorgt schneller als erwartet für sinkende Fördersätze für neue Solarstrom-Anlagen. Dies ist Resultat der im Sommer vergangenen Jahres verabschiedeten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Nach Jahren exponentiellen Wachstums hat sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums die Nachfrage nach neuen Solarstromanlagen im letzten Jahr erstmals stabilisiert, wenn auch auf hohem Niveau. Deshalb kommt es allein in diesem Jahr nach geltendem Gesetz zu einer Reduzierung um 27,7 Prozent bei der Einspeisevergütung. Unter der schwarz-gelben Bundesregierung wird die Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren nahezu halbiert.

Konkret wird die Solarförderung in 2012 in zwei Schritten gekürzt: um 15 Prozent zum 1. Januar 2012 und voraussichtlich um weitere 15 Prozent zum 1.7.2012. Insgesamt reduziert sich die Förderung in 2012 doppelt so stark wie 2011 (vgl. aktuelle Infografik).

Mit Vergütungszahlungen zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent pro Kilowattstunde erreicht die Förderhöhe für neue Solarstrom-Anlagen in allen Klassen damit das Preisniveau privater Stromtarife in Deutschland. Zum 1. Juli werden sie voraussichtlich auf 15,25 Cent bis 20,77 Cent sinken. Gleichzeitig haben sich die gesellschaftlichen Kosten für den weiteren Solarstrom-Ausbau deutlich reduziert. „Die gesetzliche Kostenbremse greift. Neu installierte Photovoltaik-Anlagen haben künftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage für Erneuerbare Energien.“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Durch das starke Wachstum der Photovoltaik steigt ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Branchenverband erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Solarstrom wird dadurch zu einem wesentlichen Motor der Energiewende, die durch den Wegfall der Atomkraft beschleunigt werden muss. Der starke Zubau 2011 war ohne umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur möglich, da Solarstrom verbrauchernah erzeugt wird.

Eine Überlagerung verschiedener Effekte hat dazu beigetragen, dass die starke Reduzierung der Förderung 2011 nicht sogar bereits zu einem Rückgang der Nachfrage führte: Deutlich gesunkene Preise für Solarmodule und schlüsselfertige Solarstrom-Anlagen, milde Witterungsverhältnisse im Dezember, die im Herbst angekündigte Absenkung der Förderung zum Jahreswechsel in Höhe von 15 Prozent sowie die von Teilen der Politik geschürte Angst vor einer Kappung der Solarförderung. Darüber hinaus hat möglicherweise die durch die Eurokrise begünstigte Flucht in Sachwerte auch den Ausbau der Solarenergie beeinflusst.

Die Lage innerhalb der Branche bleibt vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten, eines harten internationalen Wettbewerbs und der starken Förderkürzung dennoch angespannt. Trotz einer stabilen Nachfrage in Deutschland und einigen Auslandsmärkten bleiben Umsatz und Ergebnis 2011 hinter den Erwartungen vieler Unternehmen zurück. Die Branche hofft auf Besserung durch ein starkes Anziehen der Auslandsmärkte in den nächsten Jahren. Für Deutschland erwartet sie einen Rückgang der Nachfrage infolge der für 2012 bereits gesetzlich fixierten Förderkürzungen in Höhe von rund 30 Prozent.


Quelle

http://www.it-times.de/news/pressemitteilung/datum/2012/01/09/reduzierung-der-solarstromfoerderung-um-rund-30-prozent-in-2012/

IT-Times 2012

(09.01.2012 um 16:04 Uhr)



09.01.2012
LDK Solar rettet Sunways - kann das Unternehmen sich selbst retten?


(IT-Times) - Zum Jahresauftakt sorgte der chinesische Solar-Wafer- und Modulehersteller LDK Solar in Deutschland für Aufregung. Die Chinesen übernehmen den langjährigen Kooperationspartner Sunways AG. Zunächst wird LDK Solar für 2,2 Mio. Euro 33 Prozent der Sunways-Anteile erwerben, für die restlichen Aktien will Sunways ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,90 Euro je Anteil unterbreiten.

LDK übernimmt langjährigen Kooperationspartner Mit der Übernahme rettet LDK Solar seinen langjährigen Kooperationspartner vor einer möglichen Pleite, nachdem zuvor bereits die deutsche Solon Insolvenz anmelden musste. Sunways litt ebenso wie viele andere Anbieter zuletzt unter massiven Umsatz- und Gewinneinbrüchen in Folge einer schwachen Nachfrage.

Trotz der Übernahme will LDK Solar (NYSE: LDK, WKN: A0MSNX) weiter an der Marke Sunways festhalten. LDK Solar CEO Xiaofeng Peng begründete den Zukauf unter anderem mit Synergieeffekten zwischen beiden Firmen. Sunways fungierte bislang als Abnehmer von Solar-Wafern von LDK. In 2010 schlossen die beiden Firmen zudem ein Kooperationsabkommen im Bezug auf Solarmodule. Nunmehr erhält Sunways direkten Zugang zu den Produktionsfabriken von LDK Solar.

Noch hegt man im Analystenlager ernste Zweifel, ob die Strategie von LDK Solar aufgeht. Analysten verweisen auf die hohe Verschuldung des Unternehmens in Höhe von über drei Mrd. US-Dollar. Zudem verbrannte LDK Solar zuletzt weiter Geld und erwirtschaftete einen negativen Cashflow.

LDK Solar kann mit Unterstützung aus Peking rechnen Unter "normalen Marktbedingungen" wäre LDK Solar wohl schon längst insolvent, zumal sich der Verschuldungsgrad im Vergleich zum Eigenkapital auf 3,02 summiert. Doch LDK Solar ist mit rund 28.000 Angestellten auch der größte Arbeitgeber in der chinesischen Solarindustrie. Marktbeobachter glauben daher, dass LDK Solar damit zu groß ist, um das Unternehmen sterben zu lassen. Daher dürfte die chinesische Regierung weiter seine schützende Hand über LDK Solar halten und das Unternehmen weiterhin mit günstigen Krediten bzw. Geld versorgen, bis die Krise in der Solarindustrie überstanden ist.

Wie heute bekannt wurde, hat auch die China Development Bank Corporation (CDB) weitere Kreditlinien für zwei Solarprojekte mit einer Leistung von acht Megawatt in Kalifornien zugesagt, die von LDK Solar errichtet werden sollen.


Quelle

http://www.it-times.de/news/hintergrundbericht/datum/2012/01/04/ldk-solar-rettet-sunways-kann-das-unternehmen-sich-selbst-retten/

IT-Times 2012

(04.01.2012 um 13:07 Uhr)



08.01.2012
Energie - Solar: Solarförderung droht aus dem Ruder zu laufen


Berlin (dpa) - Nach dem Rekordzuwachs an neuen Solaranlagen im vergangenen Jahr schließt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine weitere Kappung der Förderung nicht aus.

Bei Branchengesprächen in der übernächsten Woche gehe es auch um eine weitere «Verstetigung» von Förderkürzungen, sagte Röttgen in Berlin.

Im Dezember war eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 3000 Megawatt gemeldet worden - so viel wie nie zuvor in einem Monat. Insgesamt gingen nach dem bisherigen Rekordjahr 2010 (7400 Megawatt) 2011 Solaranlagen mit einer Leistung von 7500 Megawatt neu ans Netz.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher eine massive Kappung der Solarstrom-Förderung. «15 Cent je Kilowattstunde für eine Dachanlage reichen vollkommen aus, sagte Energieexperte Holger Krawinkel der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit gibt es nach einer Kürzung im Januar um 15 Prozent 24,43 Cent. Laut Krawinkel muss eine weit rigorosere Kappung her. Denn durch den anhaltenden Boom steigen die Kosten für die Verbraucher, die die auf 20 Jahre garantierte Förderung über den Strompreis mitbezahlen müssen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft betonte, durch das starke Wachstum der Photovoltaik steige deren Anteil am Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Verband erwartet einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Die Lage innerhalb der Branche bleibe vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten, eines harten Wettbewerbs und der starken Förderkürzung in Deutschland dennoch angespannt.

Röttgen verfolgt bisher das Modell eines «atmenden Deckels». Geht eine bestimmte Anzahl neuer Anlagen ans Netz, sinkt automatisch die Förderung - für Sonnenstrom gibt es zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien Vergütungen, die deutlich über den Marktpreisen liegen. Den Aufschlag zahlen die Verbraucher über den Strompreis. Solarenergie kostet die Verbraucher fast drei Mal so viel wie Windstrom, der an Land erzeugt wird - bei weniger Stromertrag.

Im Juli wird die Förderung um weitere 12 bis 15 Prozent sinken. Röttgen betont, bis 2013 wird die Vergütung seit Beginn der Amtszeit der schwarz-gelben Koalition um mehr als 50 Prozent gesunken sein.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält das nicht für ausreichend: Er fordert eine Begrenzung des Zubaus auf 1000 Megawatt pro Jahr. Denn da durch eine Überschwemmung des Marktes mit billigen Solarmodulen aus China der Preis rasant fällt, drohen die Kosten für die Verbraucher aus dem Ruder zu laufen. Die Förderung wird gemäß des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) garantiert für 20 Jahre gezahlt.

Der Solarboom wird damit zu einer Belastung bei der Energiewende, denn nur die Solarförderung dürfte 2011 rund acht Milliarden Euro der Ökovergütungen gefressen haben - der Sonnenstrom steuerte bisher aber nur drei Prozent der Stromproduktion bei. Angesichts der immer noch hohen Förderung könnte bei einem weiter starken Zuwachs die Belastung für die Verbraucher bei den Strompreiskosten übermäßig steigen, fürchten Wirtschaftspolitiker von Union und FDP. Die Fraktionschefs haben Röttgen aufgefordert, bis 25. Januar ein Konzept vorzulegen, wie ausufernden Solarstromkosten vorgebeugt werden könnte.

Verbraucherschützer Krawinkel betonte: «Das Konzept des atmenden Deckels ist gescheitert». Statt ständigen Schlussverkäufen vor Förderkürzungen sei es sinnvoller, die Förderung zum 1. April auf 15 Cent für Dachanlagen abzusenken - jedes Jahr solle sie um einen weiteren Cent sinken bis auf 10 Cent - so gebe es deutlich mehr Planungssicherheit und eine Kostenbegrenzung für die Verbraucher.


Quelle

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1258959

(08.01.2012 um 10:17 Uhr)



Marktbeobachter: Solarbranche soll sich im ersten Halbjahr 2012 stabilisieren


TAIPEI (IT-Times) - Nach kräftigen Umsatz- und Gewinneinbrüchen für die Solarindustrie, soll sich die Branche im ersten Halbjahr 2012 wieder stabilisieren. Insgesamt rechnet die Branche mit einem besseren Jahr als in 2011, wie der Branchendienst DigiTimes mit Verweis auf Aussagen aus der Industrie berichtet.

Die Hoffnung der Anbieter ist, dass europäische Banken flexiblere Kredite zur Verfügung stellen, sobald die Schuldenkrise in Europa vom Tisch ist. In 2011 hatten Finanzierungsengpässe sowie ein anhaltender Preisverfall bei Solarzellen und Modulen der Solarbranche schwer zugesetzt.

Viele Anbieter waren in die roten Zahlen gerutscht, namhafte Hersteller wie Solyndra, Evergreen Solar und zuletzt auch die deutsche Solon und Solar Millennium mussten Insolvenz anmelden.

Nunmehr scheint es erste Anzeichen für eine Stabilisierung an der Preisfront zu geben, nachdem viele Anbieter ihre Produktionsausbaupläne erst einmal auf Eis gelegt bzw. gänzlich gestrichen haben. So hat der Branchenprimus First Solar (Nasdaq: FSLR, WKN: A0LEKM) angekündigt, seine Fabriken in 2012 nur noch mit einer Auslastung von 80 Prozent fahren zu wollen. (ami)

© IT-Times 2009. Alle Rechte vorbehalten.
Rubrik: Solartechnik

Photovoltaik-Produktion: US-Energieministerium warnt vor möglicher Knappheit der Rohstoffe Indium und Tellur


Am 22.12.2011 veröffentlichte das US-Energieminsterium (DOE) einen Bericht, laut dem Indium- und Tellur-Knappheit die Photovoltaik-Produktion kurz- bis mittelfristig beeinträchtigen könnte. Dem Bericht "Critical Materials Strategy" von 2011 ging ein ähnlicher Vorjahresbericht voraus. Er schätzt die Indiumvorräte im Zeitraum bis 2015 als „fast kritisch“ ein; dasselbe gilt für Tellur zwischen 2015 und 2025. “Der Übergang zu einer sauberen Energiewirtschaft schafft Arbeitsplätze, erhöht unsere Sicherheit und bremst die Umweltverschmutzung”, sagte US-Energieminister Steven Chu. „Dieser Bericht liefert Informationen, die uns zu einer Zukunft der sauberen Energien führen. Er identifiziert Strategien, wie wir in den kommenden Jahren einer möglichen Verknappung wichtiger Rohstoffe begegnen können.“ „Er hilft uns, Gelegenheiten zu ergreifen und die amerikanische Innovationskraft zu nutzen, um Ersatzmaterialien zu finden, die Wiederverwertung zu stärken und die Vorräte seltener Erdmetalle und anderer Materialien zu sichern, die in der Energietechnik verwendet werden.“

Indiumvorräte werden als sehr knapp eingeschätzt Tellur wird zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen und -modulen aus Cadmiumtellurid (CdTe) verwendet. Indium kommt bei der Produktion von Photovoltaik-Modulen auf Basis von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) zum Einsatz.
Dass diese beiden Materialien als knapp eingeschätzt werden, rührt von verschiedenen Faktoren her: Die Indiumvorräte gelten zwar als kurzfristig knapper; Dies sei aber nicht so bedenklich, da der Rohstoff zur Not durch andere Materialien ersetzt werden könne.
Die Tellur-Versorgung wird als weniger riskant bewertet, aber da der Rohstoff so wichtig sei, stuft das DOE ihn mittelfristig als „fast kritisch“ ein. Tellur ist normalerweise ein Nebenprodukt der Kupfer- und Bleiherstellung.

Galliumvorräte sind kaum bedroht Das DOE zählt Gallium, das auch in der CIGS-Photovoltaik verwendet wird, zu den 16 Elementen, die knapp werden könnten. Die Versorgung sei jedoch kurz- und langfristig „nicht kritisch“, würden das Risiko und die Wichtigkeit für eine saubere Energieproduktion in einer Matrix kombiniert betrachtet. Die Nachfrage nach all diesen Rohstoffen wuchs nach Angaben des DOE schneller als diejenige für weit verbreitete Metalle wie beispielsweise Stahl. Der Bedarf bestehe nicht nur in der Energietechnik, sondern auch bei der Herstellung von Konsumgütern wie Mobiltelefonen, Computern und Fachbildfernsehern.

DOE erhält 20 Millionen US-Dollar zur Finanzierung eines Energie-Innovationszentrums 2011 entwickelte das Energieministerium seinen ersten Forschungs- und Entwicklungsplan für wichtige Rohstoffe. In diesem Zusammenhang vergibt das DOE neue Fördermittel für die beschleunigte Forschung, ruft internationale Workshops ins Leben und arbeitet mit verschiedenen Bundesbehörden zusammen. Für das Haushaltsjahr 2012 erhält das Ministerium 20 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro), um ein Energie-Innovationszentrum zu finanzieren, das sich mit wichtigen Materialien beschäftigen soll.

04.01.2012 | Quelle: U.S. Department of Energy | solarserver.de © Heindl Server GmbH Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html


Personaloffensive bei Q-Cells - neuer Vertriebschef ernannt


BITTERFELD-WOLFEN (IT-Times) - Q-Cells hat Clemens Jargon zum neuen Vertriebschef berufen. Jargon zeichnet ab sofort für die Bereiche Marketing & Vertrieb und Produktmanagement des angeschlagenen deutschen Solartechnik-Unternehmens verantwortlich. Zuvor war Clemens Jargon als Geschäftsführer eines Photovoltaik-Unternehmens tätig, wo er vor allem mit der Erschließung der Solarmärkte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika befasst war. Diese Erfahrungen in der Entwicklung neuer Absatzmärkte soll Clemens Jargon nun in die Q-Cells SE (WKN: 555866) einbringen, um “gezielt internationale Solarmärkte weiter zu erschließen”, wie es in einer Mitteilung des Solarunternehmens heißt. Erst Ende November dieses Jahres hatte Q-Cells den Posten des Europa-Direktors mit dem Schweizer Ciro Ahumada neu besetzt. Ciro Ahumada zeichnet für die Entwicklung von Q-Cells in Frankreich, Belgien, Italien, den Benelux-Staaten, Spanien und Portugal sowie Großbritannien und Skandinavien verantwortlich. (haz) © IT-Times 2009. Alle Rechte vorbehalten. Rubrik: Solartechnik